Das Paradoxon der Toleranz
| Eine freie Gesellschaft lebt von Toleranz.
Doch genau darin liegt ihre größte Gefahr. Der Philosoph Karl Popper beschrieb es so: Ist eine Gesellschaft gegenüber jeder Form von Intoleranz grenzenlos tolerant, riskiert sie am Ende, von den Intoleranten selbst zerstört zu werden. Toleranz bedeutet nicht Beliebigkeit. Sie bedeutet auch nicht, diejenigen gewähren zu lassen, die Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat ablehnen oder bekämpfen. Das Attentat von Berlin erinnert uns schmerzhaft daran, dass Offenheit ohne wehrhaften Rechtsstaat zur Naivität werden kann. Die Schuld trägt immer der Täter. |
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Aber eine Demokratie muss sich trotzdem fragen, ob sie ihre Bürger ausreichend schützt
und wo die Grenze zwischen Humanität und Verantwortung verläuft.
Freiheit braucht Mut.
Rechtsstaat braucht Konsequenz.
Und Toleranz braucht Grenzen.
Sonst verliert sie genau das, was sie schützen wollte.
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[ki]

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